Für unser 44-jähriges Jubiläum haben wir uns etwas ganz besonderes überlegt. Wir wollen ein historisches Fasnachtsbrauchtum pflegen und eine närrische Hochzeit zelebrieren.
Laut der Überlieferung durch ein originales Narrenblättle von 1907, ging solch eine Narrenhochzeit bereits damals über die Bühne. Es wird berichtet, dass die Hochzeitslader, auch Hochzeitsbitter (von einladen und bitten), von Haus zu Haus gingen, da es zu dieser Zeit noch keine Postverbindung gab, um die Gäste zur Hochzeit einzuladen. Die Hochzeitslader trugen einen Stock, bunt bebändert mit den Farben blau für Treue, rot für die Liebe, grün für die Hoffnung, weiß für die Jungfräulichkeit. Außerdem schmückten sie sich mit einem Rosmarinzweig, dessen starker Duft böse Geister vertreiben sollte.
Am Hochzeitstag wurde nach der Trauung das Brautpaar von einem Hochzeitszug zur Augustaburg (heute das Gasthaus Rössle) begleitet. Dieser bestand aus den Hochzeitsladern, dem Musikverein, den Trauzeugen, einem Ziegenbock, einem dressierten Hausschwein, den Blumenkindern, dem Brautpaar und der Hochzeitsgesellschaft.

Auch 1971 hat sich eine Interessengemeinschaft gebildet um diese spezielle Narrenhochzeit zu zelebrieren. Aus dieser "Fasend" - Gemeinschaft entstand dann die Narrenzunft Höllteufel.

Und 44-Jahre später wollen wir diese Tradition wieder aufleben lassen.
Ab sofort ziehen höllteuflische Hochzeitslader von Haus zu Haus, um Euch auf historische Art, zu dieser närrischen Hochzeit einzuladen.


Auf dem Bild zu sehen:

- Hochzeitslader: Andreas Holzer
- Brautpaar: Hanspeter Stern und Sonja Suhm
- Blumenkinder: Werner Marx und Petra Marx (alle v.l.)
- Aufnahmeort: Hubstraße, auch Essiggasse genannt, vor dem Hause Seifert




Unsere Hochzeitslader (es fehlen Thomas + Patrick)